Maßnahmen bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge des Coronavirus

Diese Seite wird laufend von uns aktualisiert!
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Rechtsberatung durchführen dürfen. Wenden Sie sich bitte bei konkreten Fragen zu Kurzarbeitergeld, Sonderlösungen für Branchen, Förderprogrammen, etc. an die für Sie zuständige Handwerkskammer (HWK), Industrie- und Handelskammer (IHK), Arbeitsagentur für Arbeit oder Krankenkasse oder Ihre Hausbank.
Alle Informationen, Angaben und Daten wurden nach bestem Wissen und mit größter Sorgfalt erstellt. Eine Gewähr oder jegliche Haftung für deren Vollständigkeit und Richtigkeit wird aber nicht übernommen.

Warnung vor Betrügern
Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie kommt es vermehrt zu Aktivitäten von Kriminellen, die die bestehende Unsicherheit bei Bürgern sowie Unternehmen für betrügerische Zwecke auszunutzen versuchen. Die FIU (Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen innerhalb der General­zoll­direktion des Bundes) hat daher Warn­hinweise veröffentlicht!

Update 31. Juli 2020

  • Überbrückungshilfe: Antragsfrist bis zum 30. September 2020 verlängert!
    Die Frist zur Beantragung der Überbrückungshilfe für KMU, die durch die Corona-Krise Umsatzeinbrüche zu verzeichnen haben, wird bis zum 30.9.2020 verlängert. Dies teilte das zuständige Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit. Diese soll nun durch eine zügige Änderung der Verwaltungsvereinbarungen und der Vollzugshinweise mit den Bundesländern in die Praxis umgesetzt werden.

Update 15. Juli 2020

  • Corona-Dokumentation: Wird die Buchführung in einigen Jahren im Rahmen einer Betriebsprüfung hinsichtlich deren Ordnungsmäßigkeit überprüft, könnten sich aufgrund des durch die Corona-Krise beeinflussten Betriebsablaufs „auffällige“ Abweichungen in den von der Finanzverwaltung durchgeführten Analysen ergeben. Daher kommt der Nachvollziehbarkeit der Buchführung gerade in Zeiten der Corona-Pandemie eine verstärkte besondere Bedeutung zu.
    Etwaige „Auffälligkeiten“ könnten durch die Führung eines „Nachweisbuchs für betriebliche Besonderheiten“ entkräftet und somit Nachkalkulationen und Schätzungen verhindert werden.
    Der ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks) stellt auf seiner Internetseite eine Vorlage für diese Corona-Dokumentation zur Verfügung.

Update 6. Juli 2020

Update 26. Juni 2020

  • Senkung der Mehrwertsteuer: Das Bundesfinanzministerium hat hierzu eine FAQ-Liste veröffentlicht.

Update 18. Juni 2020

  • DIHK: In einer gemeinsamen Stellungnahme mit sieben weiteren Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die Änderungen kommentiert, die im Einkommen-, Umsatz- und Gewerbesteuergesetz sowie im Forschungszulagengesetz vorgesehen sind:
    -> DIHK-Stellungnahme
    -> BMF: Zweites Ge­setz zur Um­set­zung steu­er­li­cher Hilfs­maß­nah­men zur Be­wäl­ti­gung der Co­ro­na-Krise
  • Überbrückungshilfe
    Wir unterstützen Sie gerne bei der Beantragung von Überbrückungshilfen. Nach dem Eckpunktepapier muss das Verfahren durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer durchgeführt werden. Die Regelungen sind noch nicht final und derzeit können noch keine Anträge gestellt werden.
      
    Damit der Antrag für Ihr Unternehmen nach Freischaltung des Antragsportals möglichst schnell gestellt werden kann, können Sie Folgendes tun:
      
    Nach derzeitigem Stand ist unter anderem erforderlich, dass in den Monaten April und Mai 2020 ein Umsatzeinbruch von mindestens 60% vorlag und in den Monaten Juni, Juli, August 2020 ein Umsatzeinbruch von mindestens 40% gegenüber dem Vorjahr vorliegt.
    • Es ist daher wichtig, dass uns alle für die Buchhaltung relevanten Daten vorliegen. Prüfen Sie, ob Sie uns alle Angaben, Belege und Daten für die Monate April und Mai 2020 übermittelt haben.
    • Es muss auch eine Umsatzschätzung für jeden einzelnen der Monate Juni, Juli, August abgegeben werden. Stellen Sie – nach den Monaten Juni, Juli und August - getrennt dar, welche Umsätze Sie in diesen Monaten voraussichtlich realisieren können.
    • Gefördert werden Fixkosten, für die Sie die Verträge vor dem 1.3.2020 abgeschlossen haben. Prüfen Sie, ob uns alle Buchungsunterlagen zu Ihren Fixkosten vorliegen. Förderfähige Fixkosten sind insbesondere:
    • Mieten und Pachten
    • Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
    • Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
    • Ausgaben für notwendige Instandhaltung
    • Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV,
    • Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen,
    • betriebliche Lizenzgebühren,
    • Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben.
    • Förderfähig sind auch Provisionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben.

Update 16. Juni 2020

Update 8. Juni 2020

Heutiges Mandanten-Rundschreiben: Wie Sie bereits aus der Tagespresse entnehmen konnten, hat sich die Koalitionsspitze in Berlin auf eine zeitlich befristete Senkung der Umsatzsteuer von 19% auf 16% bzw. von 7% auf 5% für den Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 geeinigt.
 
Daher besteht jetzt dringender Handlungsbedarf, um Ihre internen Strukturen an die neuen Umsatzsteuersätze anzupassen. Wir empfehlen Ihnen, folgende Maßnahmen zu prüfen:

  1. Kassensysteme
      
    Bitte setzten Sie sich schnellstmöglich mit Ihrem Kassenaufsteller in Verbindung, damit die neuen Steuersätze auch am 1. Juli zu Verfügung stehen. Wir gehen davon aus, dass die Servicetelefone hier heiß laufen – first come first served. Wir prüfen derzeit für die Gastronomie, ob ab dem 1. Juli 2020 die 5% oder die 7% für Speisen an Ort und Stelle gelten; das ist nicht ganz klar. Es sieht aber sehr stark danach aus, dass es die 5% sein werden.
      
  2. Fakturierungsprogramme
      
    Auch hier ist eine Umstellung Ihrer Rechnungsprogramme durch Ihren Softwareanbieter vorzunehmen. Werden in den Rechnungen für Lieferungen oder Leistungen nach dem 1. Juli weiterhin 19% bzw. 7 % ausgewiesen, muss der höhere Betrag an das Finanzamt gezahlt werden!
      
    Praxistipp: Sollte Ihr Kundenkreis aus Privatpersonen (B2C) bestehen, empfehlen wir zu prüfen, komplett auf den Ausweis bzw. Hinweis zur Umsatzsteuer zu verzichten, sofern das programmtechnisch einfach umsetzbar ist. Sämtliche bürokratischen Vorschriften sind nur dann anzuwenden, wenn Ihr Kunde die Vorsteuer geltend machen kann. Warum dieser Tipp: Stellen Sie eine Rechnung mit einem falschen Umsatzsteuersatz aus, müssen Sie diesen auch an das Finanzamt zahlen. Eine Rechnungsberichtigung ist extrem bürokratisch und umständlich.
      
  3. Dauerrechnungen
      
    Miet- und Leasingverträge mit Umsatzsteuer sind bei den meisten Mandanten zu finden. Ihr Vertragspartner wäre verpflichtet, eine neue zeitlich befristete Dauerrechnung mit 16% für den Zeitraum Juli-Dezember auszustellen. In den meisten Fällen haben Sie mit den Vertragspartnern eine sogenannte „Nettopreisvereinbarung“, so dass sich die Zahlung ab Juli reduziert. Für diese Fälle ist eine vereinfachte Erlassregelung durch den Bundesminister der Finanzen zu erwarten.
      
  4. a) Retouren
      
    Erstattungen für Retouren unterliegen ab dem 1. Juli nicht automatisch dem abgesenkten Steuersatz. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der ursprünglichen Lieferung (siehe Punkt 7.)!
      
    b) Mehrzweck-Gutscheine
      
    Gutscheine, die keine Einzweck-Gutscheine sind, sind nach § 3 Abs. 15 UStG Mehrzweck-Gutscheine. Bei Mehrzweck-Gutscheinen unterliegt erst die tatsächliche Lieferung bzw. die tatsächliche Ausführung der sonstigen Leistung der Umsatzsteuer. 
      
  5. Teilrechnungen und Schlussrechnungen
      
    Sollten Sie (insbesondere im Handwerk) mit Teilrechnungen und Schlussrechnungen arbeiten, sind besondere Maßnahmen zu ergreifen. Hierzu erhalten Sie noch einen gesonderten Hinweis.
    In der Vergangenheit wurde vom Bundesfinanzministerium bei Erhöhungen ein Schreiben zur Abgrenzung von Teilleistungen herausgegeben.
     
  6. Vorschüsse
     
    Zahlt der Kunde vorab (vor dem 01.07.) und die Lieferung bzw. Leistung  erfolgt erst zwischen dem 01.7. und 31.12.2020, wäre bereits der reduzierte Steuersatz auf der Rechnung aufzuführen.
      
  7. Abgrenzungsprobleme Juni / Juli 2020
      
    ACHTUNG: Die Umsatzsteuer entsteht grundsätzlich mit Ausführung der Leistung. Dabei ist der Zeitpunkt der Erstellung der Rechnung (z.B. im August 2020) irrelevant! Es ist davon auszugehen, dass die Finanzämter im Nachgang auf eine saubere Abgrenzung der befristeten Steuersenkung achten werden!
      
    Umsatzsteuer
    Die Grundregeln zum Entstehungszeitpunkt nach § 13 UStG lassen sich dabei wie folgt zusammenfassen:

     
       
  8. Preispolitik
      
    Eine Konjunkturbelebung, wie die Große Koalition sich diese vorstellt, hängt im Wesentlichen davon ab, ob die Steuerersparnis auch an den Verbraucher weitergegeben wird.
      
    Sollten Sie sich dafür entscheiden, wäre das bei den Verarbeitungssystemen (Kasse oder Rechnungsschreibungsprogramm) mit einer erheblichen Mehrarbeit verbunden, wenn diese mit Bruttopreisenprogrammiert wurden. Alle Einzelpreise müssten angefasst und geändert werden. Und im Januar 2021 muss das Ganze wieder zurückgedreht werden.
      
    Wir empfehlen Ihnen, wenn Sie die Steuerminderung weitergeben wollen, in diesem Fall mit pauschalen Preisnachlässen zu arbeiten. So gut wie alle Kassensysteme verfügen über eine Rabatttaste. Wenn Sie sich eine Staffelliste anfertigen, wie viel Rabatt in Euro Sie bei welcher Bruttosumme in Euro gewähren wollen, sind die Eingaben schnell erledigt. Bei Rechnungsschreibungsprogrammen gibt es häufig die Möglichkeit, prozentuale Nachlässe auf die Gesamtsumme zu vergeben. Dann müssen Sie nicht alle Bruttopreise ändern und anpassen.


Wir werden Sie über die aktuelle Entwicklung zeitnah informieren. Aktuell liegen uns noch keine weiteren Detailinformationen vor.
 
Neben der Senkung der Umsatzsteuer wurden auch andere Maßnahmen (z.B. degressive Abschreibung bis 25%; Verlustrücktrag) beschlossen. Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittelständischen Unternehmen wird für Corona-bedingten Umsatzausfall ein Programm für Überbrückungshilfen aufgelegt. Details hierzu erhalten Sie in einem gesonderten Newsletter.
 
BAFA-Programm zur Beratungsförderung bzgl. Corona ist eingestellt

Bei den akut betroffenen Betrieben, bei denen es um die Sicherung der Liquidität und damit in der Regel ums Überleben geht, sollte daher ein normaler Zuschussantrag gestellt werden. Wir beraten Sie gerne bei der Entscheidungsfindung

Update 25. Mai 2020

  • Soforthilfe - Frist endet am 31. Mai! Bitte beachten Sie, dass die letztmalige Antragstellung am 31. Mai 2020 möglich ist! (Dies gilt sowohl für das Soforthilfe-Programm des Bundes als auch für das Soforthilfeprogramm des Freistaates Bayern. => mehr Informationen).
    Ein Anschlussprogramm wird derzeit auf Bundesebene erarbeitet. Sobald dieses feststeht, erhalten Sie hierzu weitere Informationen.
  • Künstlerhilfsprogramm des Freistaats Bayern: Die Unterstützungshilfe für freischaffende Künstler/innen dient zur Sicherung des Lebensunterhaltes und zur Kompensation von Honorarausfällen infolge der Corona-bedingten Schließung von Kultureinrichtungen und Veranstaltungsausfällen. Bearbeitet werden die Anträge bei der Regierung von Oberfranken. (-> online-Antrag)
  • Entschädigungszahlungen wegen coronabedingter Kinderbetreuung: Auf den Seiten der IHK für Oberfranken Bayreuth finden Sie detaillierte Informationen sowie - für Mitarbeiter - einen  einen Mustervordruck für den Arbeitgeber.  

Update 11. Mai 2020

Update 7. Mai 2020

  • Eine aktuelle Übersicht über die Lockerungen der Corona-Einschränkungen in den einzelnen Bundesländern finden Sie auf der Internetseite der ZEIT.
  • LfA (Bayern): Schnellkredit für kleine Unternehmen mit 100%iger Staatshaftung: Seit 5. Mai können Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern bei ihrer Hausbank einen LfA-Schnellkredit beantragen (-> mehr Informationen auf der Internetseite der IHK Ofr und der LfA).
  • Das Bundesministerium der Finanzen hat seine FAQ-Übersicht aktualisiert. Die Ausführungen gelten als allgemeine Hinweise im Umgang mit den sich aufdrängenden Fragestellungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise.
  • Bayern: Informationen aus der Kabinettssitzung vom 5. Mai:
    • 11.05.2020: Die 800 Quadratmeter-Regel wird aufgehoben, auch größere Geschäfte dürfen öffnen, also auch Kaufhäuser und Malls.
    • 18.05.2020: Außengastronomie (incl. Biergärten) darf wieder öffnen.
    • 25.05.2020: Speiselokale dürfen wieder öffnen.
    • 30.05.2020: Mögliche Öffnung von Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätzen
  • Weitere Informationen des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege: Bayern-Plan Corona-Krise und Wirtschaft vom 5.5.2020

Update 29. April 2020

Update 24. April 2020

  • Ladenöffnung in Bayern ab 27.4.2020: Gemäß Notbekanntmachung vom 16. April 2020 und vom 21. April 2020 ist die Öffnung von sonstigen Ladengeschäften, Einkaufszentren und Kaufhäusern des Einzelhandels auch zulässig, wenn
    1. deren Verkaufsräume eine Fläche von 800 m2 nicht überschreiten und
    2. der Betreiber durch geeignete Maßnahmen sicherstellt, dass die Zahl der gleichzeitig im Ladengeschäft anwesenden Kunden nicht höher ist als ein Kunde je 20 m2 Verkaufsfläche.
    Für die nach vorstehenden Regelungen geöffneten Geschäfte gilt:
    1. Der Betreiber hat durch geeignete Maßnahmen sicherzustellen, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Kunden eingehalten werden kann,
    2. das Personal hat eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen,
    3. die Kunden und ihre Begleitpersonen ab dem siebten Lebensjahr haben eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, die sie entweder selbst mitbringen oder die ihnen im Rahmen der Verfügbarkeit vom Betreiber zur Verfügung gestellt wird,
    4. der Betreiber hat ein Schutz- und Hygienekonzept (z. B. Einlass, Mund-Nasen-Bedeckung) und, falls Kundenparkplätze zur Verfügung gestellt werden, ein Parkplatzkonzept auszuarbeiten und auf Verlangen der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde vorzulegen.
    Hinweis: Detaillierte Informationen zum Schutz- und Hygienekonzept/ Parkplatzkonzept sowie Vorlagen und Textbausteine (auch für Schilder zu Verhaltensregeln) finden Sie auf den Seiten der IHK Oberfranken.
  • Ladenöffnung in Thüringen ab 24.04.2020: Laut entsprechenden Verordnungen dürfen Geschäfte des Einzelhandels einschließlich Fabrikläden und Hersteller-Direktverkaufsstellen bis zu einer Verkaufsfläche von 800 m² sowie alle Geschäfte, die ihre Verkaufsflächen auf höchstens 800 m² begrenzen, geöffnet werden.
    Ab Freitag, den 24. April 2020, soll in ganz Thüringen beim Einkaufen und im ÖPNV das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung verpflichtend werden. Dies hat das Kabinett auf Vorschlag von Gesundheitsministerin Heike Werner beschlossen.
    Mehr Details auf dem Coronavirus-Informationsportal der Landesregierung
  • Ladenöffnung in Sachsen ab 20. April 2020: Laut entsprechender Bekanntmachung ist eine Öffnung weiterhin für Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel und für Waren der täglichen Grundversorgung erlaubt. Zudem können weitere Ladengeschäfte des Einzelhandels jeder Art bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern geöffnet werden.
    Verpflichtend ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bei der Benutzung des öffentlichen Nahverkehrs und beim Aufenthalt in Einzelhandelsgeschäften.
    Mehr Details auf den Seiten der Sächsischen Staatsregierung

 Update 20. April 2020

  • Bayern: Neuregelung der Ausgangsbeschränkungen ab 20. April 2020 (-> Pressemitteilung der Bayerischen Staatsregierung)
    Aktuell: ab 27.4.2020 Maskenpflicht in Bayern!
    Ministerpräsident Söder hat in seiner Regierungserklärung um 10:00 Uhr erklärt, dass in dieser Woche in Bayern noch ein Maskengebot gilt. Ab nächster Woche werde das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend sein. Geeignet sind laut Söder "Alltagsmasken", aber auch Schals.
  • Thüringen: Änderungen der Eindämmungsmaßnahmenverordnung (-> Informationsportal der Thüringer Landesregierung)
  • Sachsen: Neue Corona-Schutz-Verordnung (-> Bekanntmachung der Sächsischen Staatsregierung)
  • Kostenloses IHK-Webinar: "Sicher durch die Corona-Krise: Unternehmerische und rechtliche Risiken erkennen und richtig reagieren" am 23.04.2020 ab 11:00 Uhr (-> IHK Oberfranken).
  • KfW - Verbesserte Kreditbedingungen:
    • Schnellkredit 2020: Hier müssen Sie zuletzt Gewinn erzielt haben – entweder im Jahr 2019 oder in der Summe der Jahre 2017 bis 2019 (bzw. seit Sie am Markt aktiv sind, falls der Zeitraum kürzer ist). Das heißt, ab sofort genügt es, wenn ein Gewinn im Jahr 2019 vorlag.
    • KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit: Ab dem 22.04.2020 gilt: 
      Für Kredite bis 800.000 Euro wird die Kreditlaufzeit von max. 5 auf max. 10 Jahre erhöht. Sie haben also länger Zeit, um den Kredit zurückzuzahlen.
      Für Kredite über 800.000 Euro wird die Kreditlaufzeit von max. 5 auf max. 6 Jahre erhöht.
      Auf Wunsch zahlen Sie statt 1 Jahr jetzt 2 Jahre lang nur Zins, keine Tilgung – zu Beginn senkt das Ihre regelmäßige Belastung.
    • Weitere Details auf der KfW-Internetseite!

Update 14. April 2020

  • KfW (bundesweit): Die Europäische Kommission hat den Schnellkredit mit einer kompletten Staatshaftung für Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten genehmigt (-> Mitteilung der Kommission).
    Ab dem 15.04. können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Detaillierte Informationen auf der Internetseite der KfW.

Update 9. April 2020

  • Bundesministerium der Finanzen: Seit heute ist das bisher noch ausstehende BMF-Schreiben bzgl. der steuerfreien Zahlungen an Arbeitnehmer bis zu 1.500 € veröffentlicht. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 € steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren (für besondere und unverzichtbare Leistungen in der Corona-Krise). 
    Hier die Voraussetzungen für die steuerfreie Unterstützung in aller Kürze:
    • Zuschüsse und Sachbezüge bis zu 1.500 €
    • Zeitraum vom 1.3. bis 31.12.2020
    • Zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn
    • Gültig für alle aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Betroffenheit (nicht auf einzelne Branchen beschränkt)
    • Es darf sich nicht um Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld handeln
    • Aufzeichnung im Lohnkonto (falls Sie eine Zulage bar auszahlen, muss dies zwingend der Lohnbuchhaltung gemeldet werden)

Update 8. April 2020

Update 7. April 2020

  • Bun­des­re­gie­rung be­schließt wei­ter­ge­hen­den KfW-Schnell­kre­dit für den Mit­tel­stand: Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein "Sofortkredit" mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:
    • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
    • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal 500.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
    • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
    • Zinssatz in Höhe von aktuell 3% mit Laufzeit 10 Jahre.
    • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
    • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.
    • Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten. (-> Pressemitteilung des BMF)

Update 6. April 2020

  • KfW-Kredite: Die Bundesregierung plant Verbesserungen bei Laufzeiten und Haftungsfreistellung für Kredite. Bisher war das KfW-Sonderprogramm 2020 zu 90 % durch Haftungsfreistellung des Staates abgesichert. Diese 90%-Haftungsfreistellung war durch die EU-Kommission beschränkt und führte dazu, dass trotz der nur 10%-Haftung durch die Banken zu wenig Darlehen gewährt wurden. Nun hat die EU-Kommission für eine 100%-Haftungsfreistellung grünes Licht gegeben. Es ist zu erwarten, dass diese Woche durch die Bundesregierung eine 100%-Haftungsfreistellung erfolgen wird (-> vgl. Meldung der Tagesschau).
  • Bundesfinanzministerium: In der Corona-Krise sollen Sonderzahlungen für Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 € im Jahr 2020 steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt werden.
    Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt (-> Pressemitteilung des BMF).
  • Bundesfinanzministerium: Das BMF hat in Abstimmung mit den Ländern einen Fragenkatalog "FAQ Steuern" veröffentlicht.
  • Bayern: Auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft wurde in der Richtlinie "Soforthilfe Corona" die Definition des Liquiditätsengpasses aktualisiert:
    "Der Antragsteller muss glaubhaft versichern, dass er durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen, weil die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pachten, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass)." 
  • Bayern - Unterstützung bei Beantragung von Kurzarbeitergeld: Zur Entlastung der Agentur für Arbeit in Bayern berät die vbw – Vereinigung der Bayerischen
    Wirtschaft e. V. - ab sofort in Abstimmung mit den Kammern Unternehmen zur Kurzarbeit, denn nur vollständige und richtig ausgefüllte Anträge können bearbeitet werden. (-> Ansprechpartner)
  • Thüringen: Antrag auf Soforthilfe jetzt online möglich!

  • Checkliste mit Maßnahmenkatalog (Stand 23.03.2020!)    

Update 1. April 2020

  • Bayern: Anträge auf die Corona-Soforthilfe des Freistaates Bayern und der Bundesregierung können ab sofort über ein einheitliches Online-Formular gestellt werden. Wenn Sie von den höheren Konditionen des Bundes- und Landesprogramms profitieren wollen, stellen Sie bitte einen neuen elektronischen Antrag.
    Das Formular für den Online-Antrag finden Sie hier.
    Nach der Eingabe der Anzahl Ihrer Beschäftigten erkennt und entscheidet das Programm, ob bei Ihnen das bayerische oder bundesdeutsche Soforthilfe-Programm zur Anwendung kommt. Es erscheint automatisch das für Sie einschlägige Antragsformular.
    Falls Sie schon einen Antrag gestellt haben (unabhängig davon, ob Sie schon einen Bescheid oder eine Auszahlung erhalten haben), kreuzen Sie dies bitte im elektronischen Antragsformular an.
    ACHTUNG: Anträge, die Sie jetzt per PDF oder per Post an die Bewilligungsbehörden senden, werden ab sofort nicht mehr bearbeitet!
  • In Thüringen wird aufgrund des geänderten Bundesprogramms ein neues Formular erarbeitet, das Mitte dieser Woche zur Verfügung gestellt wird. Sie haben die Wahl, ob Sie warten und das neue Formular nutzen oder das bereits zur Verfügung stehende Formular; dieses verliert nicht seine Gültigkeit und kann für die Soforthilfe genutzt werden. 
    Im zweiten Verfahren werden alle bisher eingegangenen Anträge nachbearbeitet und entsprechend der Fördervoraussetzung eine weitere Auszahlung - gemäß der Summe des Bundesprogramms – angewiesen.
    Das genauere Prozedere wird in Kürze bekanntgegeben.
  • In Sachsen können Einzelunternehmer, Freiberufler und Kleinstunternehmen in Sachsen, welche vom Ausbruch des Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind, das Soforthilfe-Darlehen "Sachsen hilft sofort" auch online beantragen.
    Die elektronische Antragstellung ist direkt über das Förderportal der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) möglich. Für Fragen erreichen Sie die Hotline unter 0351 4910-1100 sowie per E-Mail an corona(at)sab.sachsen.de.
  • Alle BundesländerÜbersicht über die zuständigen Behörden oder Stellen in den Ländern (Hinweis: Die genannten Ansprechpartner können sowohl zu Länder-Soforthilfen kontaktiert werden, wie auch für Bundes-Soforthilfen.)

Update 31. März 2020

  • Soforthilfe Bayern und Bund
    Heute will der Bayerische Ministerrat beschließen, die Corona-Soforthilfe für Unternehmen von 11 bis 250 Mitarbeitern aufzustocken. Die Unterstützung von Firmen mit bis zu 50 Beschäftigten soll von derzeit 15.000 auf maximal 30.000 Euro erhöht werden. Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern sollen statt 30.000 nun bis zu 50.000 Euro erhalten.
    Ein Online-Beantragungsverfahren wird das bisherige Antragsverfahren per PDF-Antrag ab heute Nachmittag ersetzen.
    Es sollen für beide Soforthilfeprogramme (Bund und Land) Online-Beantragungsverfahren zur Verfügung stehen, mit der die Bearbeitung der Anträge beschleunigt werden soll.
    Freiberufler und Unternehmen, die bereits einen Förderantrag über das bayerische Programm gestellt haben, aber einen höheren Liquiditätsengpass haben, können in ca. vier Wochen einen Änderungsantrag auf Gewährung der Differenz zwischen bisher beantragter/ausbezahlter Soforthilfe und der künftig höheren Fördersumme beantragen.
    (-> Pressemitteilung mit weiteren Infos zu den Corona-Soforthilfen Bund und Land).
  • Wichtiges Merkblatt zur Soforthilfe
    Bitte beachten Sie die "Kurzfakten zum Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes" mit wichtigen Informationen u.a. auch zur Kumulierung mit anderen Beihilfen, Zusammenspiel von Bund und Ländern, Nachweis des Liquiditätsengpasses, Folgen von vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Falschangaben, Verwendung der Soforthilfe und einer etwaigen Überkompensation!
    Ein sehr informatives, kompaktes Merkblatt!

Update 30. März 2020

  • Soforthilfen: Bitte beachten, dass Anträge auf Soforthilfe nicht gestellt werden dürfen, wenn genügend/ausreichend Eigenmittel oder Liquiditätsmöglichkeiten verfügbar sind!
    Es darf diesbezüglich auf Seite 2 der entsprechenden Erklärung verwiesen werden, in welcher es heißt:
    "Ich erkläre, dass der durch die Corona-Krise verursachte Liquiditätsengpass nicht mit Hilfe von Entschädigungsleistungen, Steuerstundungen, sonstigen Eigenmitteln oder Liquiditätsmaßnahmen ausgeglichen werden kann.
    Ich versichere an Eides statt, dass ich alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen und wahrheitsgetreu gemacht habe. Mir ist bekannt, dass vorsätzlich oder leichtfertig falsche oder unvollständige Angaben sowie das vorsätzliche oder leichtfertige Unterlassen einer Mitteilung über Änderungen in diesen Angaben die Strafverfolgung wegen Subventionsbetrug (§ 264 StGB) zur Folge haben können."
  • KfW-Corona-Hilfe: Die KfW-Bank stellt ein online-Tool zur Verfügung, mit dem Sie den Kreditantrag für Ihre Bank vorbereiten können.
    Dies ist noch kein Kreditantrag – es hilft aber Ihrer Bank oder Sparkasse, den Antrag für Sie zu stellen. Mit wenigen Angaben machen Sie den ersten Schritt hin zu Ihrem Kredit.

Update 26. März 2020

Update 25. März 2020

Update 24. März 2020

  • Bayern zahlt Unternehmen auf Antrag bereits geleistete Umsatzsteuersondervorauszahlungen wieder zurück (-> Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat)
  • Notfall-KiZ: Um Eltern und ihre Kinder in der Corona-Zeit zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium den Notfall-KiZ (Kinderzuschlag)gestartet. Die Berechnungsgrundlage für den KiZ war bisher das Durchschnittseinkommen der letzten sechs Monate. Für den Notfall-KiZ wird nun der Berechnungszeitraum deutlich verkürzt. Ab April müssen Familien, die einen Antrag auf den KiZ stellen, nur noch das Einkommen des letzten Monats vor der Antragstellung nachweisen. Diese Regelung soll befristet bis zum 30. September 2020 gelten. (-> online-Antrag)

  • Grenzpendler Tschechien: Verschärfte Pendler-Regelung tritt ab dem 26.03.2020 in Kraft:
    Aufgrund der Coronavirus-Epidemie verschärfte die Regierung erneut die Bedingungen für den grenzüberschreitenden Pendlerverkehr! Ab dem 26. März 2020 können grenzüberschreitende Arbeitnehmer die Grenzen Österreichs und Deutschlands nur noch in Abständen von mindestens 21 Tagen überschreiten. Damit muss sich der Pendler eine Unterkunft für den mehrwöchigen Arbeitsaufenthalt im anderen Land organisieren. Nach seiner Rückkehr in die Tschechische Republik muss der Pendler zudem eine 14-tägige Quarantäne einhalten! (-> Details bei der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer)
  • BayernPositivliste: Welche Geschäfte dürfen weiterhin geöffnet bleiben?

Update 23. März 2020

Inanspruchnahme finanzieller Hilfen

  • Viele Städte und Landkreise bieten inzwischen zusätzliche Überbrückungshilfen an (z.B. in Bamberg: „Bamberger Rettungsschirm“)
  • Ab heute gilt das KfW Sonderprogramm 2020. Anträge können ab sofort gestellt werden (-> Faktenblatt)  
  • Soforthilfe in Thüringen (ab 23.3.2020, 16:00 Uhr / Zuschuss)
  • Fördermaßnahmen
    • BAFA-Förderung „Unternehmensberatung“ – Förderung von Beratungen für Unternehmen in Schwierigkeiten (Beratungsleistungen bis 3.000 €; Förderung 90 %)
      Die bestehenden Richtlinien gelten in der aktuellen Form mit all ihren Voraussetzungen und Bedingungen. KMU, die zwar nicht aktuell, aber in naher Zukunft in Schwierigkeiten kommen werden, können nach den Bedingungen für "Unternehmen in Schwierigkeiten" gefördert werden. Hier muss im anzufertigenden Beratungsbericht die Situation mit Planzahlen dargestellt und auch entsprechend erläutert werden (-> Merkblatt). Die KMU müssen nach den geltenden Anforderungen vor Antragstellung ein Informationsgespräch mit einem Regionalpartner führen, auf das laut BAFA momentan nicht verzichtet werden kann. Jedoch kann das Informationsgespräch auch telefonisch geführt werden.
    • Förderprogramm "go digital" - Unterstützung bei der Umsetzung von Homeoffice
      Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.

Beantragung von Kurzarbeit 

Hier listen wir nochmals die wichtigsten Links auf: 

Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)

Die Entschädigung mach dem IfSG greift nur für einzelne Mitarbeiter und nur dann, wenn der Mitarbeiter vom Gesundheitsamt aus in Quarantäne geschickt wird, nicht wenn man den Mitarbeiter präventiv nach Hause schickt (-> Bayern, -> Merkblatt Thüringen, -> Sachsen).
Eine Entschädigung für alle Mitarbeiter gibt es über das Infektionsschutzgesetz nicht.
  
Organisatorische Maßnahmen

Update 20. März 2020

  • Am 22.03.2020 haben die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder einen Beschluss zur Beschränkung sozialer Kontakte gefasst (Geltungsdauer mindestens zwei Wochen).
  • In Bayern bestehen Ausgangsbeschränkungen (bis 03.04.2020). Die Details der Allgemeinverfügung können Sie auf der Internetseite der Bayerischen Staatsregierung nachlesen.
  • Es empfiehlt sich für Mitarbeiter von Unternehmen, künftig eine Arbeitgeberbescheinigung auf dem Weg vom und zum Arbeitsplatz mitzuführen (-> Muster).
    Selbstständigen wird empfohlen, auf dem Weg zum Kunden möglichst den Auftrag und eine Kopie der Gewerbeanmeldung mitzunehmen. Auch andere Dokumente, mit denen sich die betriebliche Notwendigkeit der Fahrt belegen lässt, können bei etwaigen Kontrollen hilfreich sein.
  • Tschechische RepublikGrenzpendler benötigen zusätzlich zur Arbeitgeberbestätigung noch ein so genanntes "Grenzübertrittsbuch". Bei der Ein- und Ausreise aus Deutschland bekommen die Pendler täglich einen entsprechenden Stempel von der Polizei (mehr Informationen und Formulare auf den Seiten der IHK für Oberfranken Bayreuth).

Mandanten-Information vom 20. März 2020

Die Auswirkungen des Corona-Virus betreffen immer mehr Unternehmer und Freiberufler. Gleichzeitig überschlagen sich die Informationen zu erforderlichen Sofortmaßnahmen und Hilfsprogrammen. Aus unserer Sicht sind hierbei vier Bereiche zu unterscheiden:

  1. Erhaltung der Liquidität (Sofortmaßnahmen/Steuererleichterungen und Inanspruchnahme von finanzieller Hilfen)
  2. Beantragung von Kurzarbeit
  3. Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)
  4. Organisatorische Maßnahmen

Sie sollten in Ruhe überlegen, welche Maßnahmen in Ihrer individuellen Situation Sinn machen und überhaupt zutreffend bzw. möglich sind.

1. Erhaltung der Liquidität

Sofortmaßnahmen/Steuererleichterungen

  • Sprechen Sie Ihren Vermieter auf eine Stundung oder auch teilweise Reduzierung der Mieten an.
  • Suchen Sie gemeinsam mit Ihren Lieferanten nach individuellen Lösungen.
    • zinslose Stundung von Steuerzahlungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer)
    • Herabsetzung von Vorauszahlungen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer)
    • Herabsetzung des Steuermessbetrages für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen
  • Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen
    Eine Stundung ist möglich, wenn die sofortige Einziehung mit erheblichen Härten für das Unternehmen verbunden wäre, wie z.B. ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten. Über einen Antrag entscheidet die Krankenkasse nach pflichtgemäßem Ermessen.
  • Evtl. anhängige Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) regeln
    Auf diese könnte bis zum 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

Inanspruchnahme staatlicher Hilfen

  • Soforthilfe in Bayern
    Diese Soforthilfe ist ein einmaliger Zuschuss bis maximal 30.000 € je nach Anzahl der Beschäftigten (Richtlinie). Anträge können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben. Liquiditätsengpass bedeutet, dass keine (ausreichende) Liquidität vorhanden, um z. B. laufende Verpflichtungen zu zahlen. Vor Inanspruchnahme der Soforthilfe ist verfügbares liquides Privatvermögen einzusetzen! (-> Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie: Soforthilfe Corona - Härtefall-Fonds)
  • Darlehen und Bürgschaften
    Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus verschiedene Darlehensprodukte und Bürgschaftsprogramme zur Verfügung. Erster Ansprechpartner ist grundsätzlich Ihre Hausbank – sie berät und beantragt die finanziellen Hilfen. Bitte sprechen Sie daher zuerst mit Ihrer Hausbank! Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Inzwischen gibt es eine gemeinsame Presseerklärung der Deutschen Kreditwirtschaft und der KfW, wonach Anträge ab sofort über den üblichen Weg der Hausbanken eingereicht werden können. Die Prozesse für die Beantragung werden zwar erleichtert, trotzdem werden gewisse Mindestanforderungen gestellt, darunter mit großer Wahrscheinlichkeit eine Planungsrechnung.
Solche Planungsrechnungen haben zudem den Vorteil, dass man eigene „Prognosen“ mit unterschiedlichen Szenarien durchspielen könnte, z.B: Was passiert wenn der Umsatz um 40 % einbricht und man Kosten um 20% reduzieren kann?
Wir setzen professionelle Software ein, mit der wir unterschiedliche Szenarien durchspielen können, und bieten Ihnen gerne unsere Unterstützung an! Lassen Sie Ihre Buchhaltung von uns erstellen und ist diese aktuell, könnten wir ohne weitere Vorbereitungen mit der Planung beginnen. Sofern Sie Ihre Buchhaltung selbst erstellen, aber gern von uns Unterstützung bei der Planung haben möchten, so benötigen wir die Daten aus Ihrer Buchhaltung bis einschließlich Februar 2020. Selbst wenn Sie keine Hilfsdarlehen in Anspruch nehmen müssen, kann es beruhigend sein, die möglichen Szenarien durchzuspielen. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

„Um zu vermeiden, dass betroffene Unternehmen allein deshalb einen Insolvenzantrag stellen müssen, weil die Bearbeitung von Anträgen auf öffentliche Hilfen bzw. Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen in der außergewöhnlichen aktuellen Lage nicht innerhalb der dreiwöchigen Insolvenzantragspflicht abgeschlossen werden können, soll daher durch eine gesetzliche Regelung für einen Zeitraum bis zum 30.09.2020 die Insolvenzantragspflicht ausgesetzt werden. Voraussetzung für die Aussetzung soll sein, dass der Insolvenzgrund auf den Auswirkungen der Corona-Epidemie beruht und dass aufgrund einer Beantragung öffentlicher Hilfen bzw. ernsthafter Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen eines Antragspflichtigen begründete Aussichten auf Sanierung bestehen.“ (-> Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 30.09.2020 für betroffen Unternehmen)

2. Beantragung von Kurzarbeit

Wurde Ihr Geschäft aufgrund des momentanen Corona-Virus komplett geschlossen oder haben Sie Einbußen bei Ihrer Auftragslage bzw. bei Ihrem Umsatz, dann kann bei der Bundesagentur für Arbeit die Kurzarbeit beantragt werden. Diese sollte aufgrund der unvorhersehbaren Ereignisse für mindestens 6 Monate angezeigt werden. Informationen erhalten Sie hier:

Um die Kurzarbeit anzeigen zu können, müssen Sie vorab wie folgt vorgehen:

  • Überstunden und Alt-Urlaub aus dem Jahr 2019 der Arbeitnehmer müssen abgebaut werden.
  • Aktueller Urlaub für das Jahr 2020 muss komplett verplant werden.
  • Mitteilung an Arbeitnehmer der eingeführten Kurzarbeit
  • Einholung der schriftlichen Einverständnis bei jedem Arbeitnehmer
  • Anzeige für min. 6 Monate für die Kurzarbeit ausfüllen und an die jeweilige Stelle per E-Mail weiterleiten
  • Nach Bearbeitung der Anzeige (kann aktuell etwas länger dauern) wird die Bundesagentur für Arbeit auf Sie zukommen und weitere Details mit Ihnen besprechen
  • Dann kann auch erst das Kurzarbeitergeld beantragt werden

Der Gesetzgeber hat Erleichterungen für das Kurzarbeitergeld beschlossen (Stand 18.03.2020):

Diese Erleichterungen werden rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft treten und rückwirkend ausgezahlt. Folgende Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld hat der Gesetzgeber beschlossen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge werden für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.

Bei der Anzeige der Kurzarbeit ist noch folgendes zu beachten:
In Punkt 9 des Vordrucks wird um kurze und aussagekräftige Angaben zu den Gründen des Arbeitsausfalles gebeten. Geben Sie – wenn möglich - einen Umsatzvergleich mit an (aktueller Stand und Vergleichsmonat/e 2019). Zur Bearbeitung Ihres Antrages benötigt die Bundesagentur für Arbeit neben den Einverständniserklärungen der Mitarbeiter zur Kurzarbeit (Mustervordruck liegt bei) auch die abgeschlossene Vereinbarung von Firmen mit Betriebsrat.

3. Entschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG)

„Wenn Sie bestimmte übertragbare Krankheitserreger in sich tragen bzw. ein Verdacht dahingehend besteht, stellen Sie eine Gefahr für die Gesundheit anderer Menschen dar. Wird Ihnen aufgrund des Infektionsschutzgesetzes deshalb verboten ihrer Erwerbstätigkeit nachzugehen und Sie erleiden aufgrund dessen einen Verdienstausfall, können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung erhalten.“ (-> Bayern, -> Merkblatt Thüringen, -> Sachsen).

4. Organisatorische Maßnahmen

Eine sehr umfangreiche Sammlung von Informationen rund um organisatorische Maßnahmen beinhalten die Internetseiten der IHK Oberfranken Bayreuth und der IHK München und Oberbayern. Dort erhalten Sie Antworten und Checklisten zu den Themen: Was ist, wenn Mitarbeiter in Quarantäne geschickt werden und Arbeit ausfällt? Wie sieht es mit Dienstreisen aus? Wie sieht es im Reiserecht aus? Und wie sind die Regeln für Homeoffice? Was kann ich zur Prävention tun (betriebliche Pandemie-Planung)?

Für den Fall, dass eine Ausgangssperre ausgesprochen wird, empfiehlt es sich für Mitarbeiter von Unternehmen, künftig eine Arbeitgeberbescheinigung auf dem Weg vom und zum Arbeitsplatz mitzuführen (-> Musterformular).

Auf unserer Homepage www.rsw.ag können Sie alle genannten Links nachlesen. Diese Seite wird auch sofort von uns aktualisiert, wenn sich etwas Neues ergibt.
Sollten Sie beim Ausfüllen der jeweiligen Formulare Hilfe benötigen, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden.

Wie sind für Sie weiterhin zu den gewohnten Öffnungszeiten telefonisch und auf digitalem Weg erreichbar. Besprechungen können wir jederzeit telefonisch oder per Videokonferenz durchführen.

Bleiben Sie gesund!
Ihre RSW Steuerberatung

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