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Die Grundsteuerreform betrifft uns alle!

Jede/r von uns ist von dieser Reform betroffen! In erster Linie natürlich die Eigentümer von Immobilien, denn sie müssen ab 1. Juli 2022 eine sogenannte Feststellungserklärung abgeben, in welcher die Daten anzugeben sind, die der neuen Wertermittlung zugrundegelegt werden. Nachfolgend ergeben sich daraus auch Auswirkungen auf die Mieter, da die Grundsteuer wie bisher auf die Miete umgelegt wird.

Doch zunächst bedeutet die Reform u.U. großen Aufwand für Immobilienbesitzer, da neben bekannten Daten auch solche abgefragt werden könnten bzw. zur Prüfung des ergehenden  Bescheids erforderlich sind, die erst eingeholt werden müssen (z.B. Bodenrichtwert oder Mietstufe).

Die Reform

Aufgrund der Reform des Grundsteuergesetzes müssen bis 2025 für alle Grundstücke neue Berechnungsgrundlagen auf den Stichtag 1. Januar 2022 („erste Hauptfeststellung“) festgelegt werden.

Um die neuen Berechnungsgrundlagen ermitteln zu können, müssen alle Grundstücksbesitzer eine Grundsteuererklärung einreichen. Hierzu werden sie im Frühjahr 2022 durch eine Allgemeinverfügung öffentlich aufgefordert. Die Erklärungen selbst können dann ab dem 01. Juli 2022 elektronisch über das Portal ELSTER abgegeben werden. Sofern Sie noch kein Benutzerkonto haben, können Sie sich bereits jetzt registrieren. Bitte beachten Sie, dass die Registrierung bis zu zwei Wochen dauern kann. Sollte eine elektronische Abgabe nicht möglich sein, kann die Erklärung auch auf Papier eingereicht werden.

Die Grundsteuererklärung ist nach derzeitigem Stand spätestens bis zum 31. Oktober 2022 abzugeben.

Aufwand für Sie als Steuerpflichtige/n

Für die Berechnung des Grundsteuerwerts sind mindestens folgende Angaben erforderlich:

  • Baujahr,
  • Wohnungsgemenge, also die Gesamtfläche der Wohnungen: < 60 qm, von 60 bis 100 qm, und größer 100 qm in einem Mehrfamilienhaus,
  • Anzahl der Wohnungen,
  • Anzahl der Garagen (nicht Außenstellplätze),
  • Grundstücksgröße,
  • Grundstücksart.

Teilweise dürften diese Angaben schon aus früheren Einheitswerterklärungen vorhanden sein. Es könnten aber noch weitere Informationen abgefragt werden bzw. zur Prüfung des ergehenden Bescheids erforderlich sein, wie z.B.

  • Angaben zur technischen Ausstattung und zum Modernisierungsstand
  • Bodenrichtwert
  • Eingruppierung der Gemeinde nach dem Wohngeldgesetz („Mietstufe“)

Das hängt auch davon ab, ob das jeweilige Bundesland sich nach dem Bundesmodell richtet oder ein eigenes Modell gesetzlich verankert hat, wie z.B. Bayern.

Wir unterstützen Sie gerne!

Gerne übernehmen wir für Sie die Abgabe der Feststellungserklärung im nächsten Jahr sowie die anschließende Bescheidprüfung.
Wichtig: Am besten prüfen wir bereits jetzt, welche der o.g. Daten bereits vorliegen, so dass uns alle Daten rechtzeitig und vollständig vorliegen.

Rufen Sie uns einfach an! (0951) 9 15 15 0